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Das Leben als Frau und Mutter

Wenn der Arbeitgeber Stress macht

Alleinerziehende haben mitunter ein schweres Päckchen zu tragen. Probleme gibt es in allen Bereichen. Egal ob im Privaten, wo die Freunde oftmals zurückstecken müssen und der Nachwuchs hier und da auch einmal auf eine Anschaffung oder einen Ausflug verzichten muss, weil schlichtweg das Geld dafür nicht vorhanden ist. Kommt dann noch Stress mit dem Arbeitgeber hinzu, der die Situation der alleinerziehenden Mutter nicht versteht oder nicht akzeptieren möchte, sind alle Faktoren beieinander, die für ausreichend Zündstoff und Probleme sorgen. Denn als alleinerziehende Mutter kann man sich nun einmal nicht zerteilen. Auch wenn man dies gerne möchte.

Dies stört Arbeitgeber

Arbeitgeber stören sich hauptsächlich an der wenig vorhandenen Flexibilität bei alleinerziehenden Müttern. Geht es um die Übernahme von Sonderschichten oder das Arbeiten am Wochenende oder am Abend sowie in der Nacht, sind alleinerziehende Mütter meist die Letzten, die sich dazu bereiterklären können. Grund hierfür ist schlichtweg die Tatsache, dass keine Kinderbetreuung zu diesen Zeiten gewährt werden kann und die Kinder nicht einfach alleine zu Hause gelassen werden können.

Kommt dann noch hinzu, dass der Nachwuchs oft krank ist und man als alleinerziehende Mutter daher hin und wieder fehlt, ist die Geduld vieler Arbeitgeber schnell aufgebraucht und sie stellen sich die Frage, ob eine solche Zusammenarbeit eigentlich Sinn macht. In vielen Fällen wird bereits beim Bewerbungsgespräch bereits selektiert und alleinerziehenden Müttern nur bedingt ein Job angeboten, da die Problematik hinlänglich bekannt ist.

Was kann man selbst tun?

Nun kann kein Arbeitgeber dazu gezwungen werden, alleinerziehende Mütter einzustellen. Jeder Chef darf frei entscheiden, wen er in seinem Team haben möchte und wen nicht. Hat man hingegen einen guten Job gefunden, gilt es, nicht nur vom Arbeitgeber Toleranz und Entgegenkommen zu verlangen, sondern auch selbst dem Chef entgegen zu kommen. So kann immer wieder angeboten werden, liegengebliebene Arbeit mit nach Hause zu nehmen, um diese dort aufzuarbeiten. Vorausgesetzt natürlich, dass der Job dies zulässt. Zudem kann bei einem Ausfall von Kollegen geschaut werden, in welchem Umfang man selbst einspringen kann. Je mehr Engagement man zeigt, umso kulanter und offener zeigen sich der Chef und die Kollegen, wenn man selbst einmal nicht kann und eine Vertretung benötigt oder eine Schicht wegen den Kindern tauschen muss.

Denn im Prinzip gilt wie bei vielen Dingen im Leben die Regel: Eine Hand wäscht die Andere. Wenn Du also deinem Chef entgegen kommst, wird er auch dir entgegen kommen, wenn dies nötig wird. Und sollte er sich wenig kooperativ zeigen und deine Gutmütigkeit und Hilfe nur ausnutzen, dann solltest Du dir überlegen, ob es nicht Zeit wird, bei einem anderen Arbeitgeber deine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Mitunter kann nämlich ein Arbeitgeberwechsel eine sehr gute Lösung sein, um Stress und schlechte Laune auf Arbeit aus dem Weg zu gehen. Auch wenn der Wechsel nicht einfach sein wird, da es leider nur wenige Arbeitgeber gibt, die für alleinerziehende Mütter Verständnis haben.

Bildquelle: StartupStockPhotos / pixabay.com

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