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Das Leben als Frau und Mutter

Deinem Kind die neue Situation erklären

Kind Gespraech

Jede Veränderung im Leben sorgt in der Regel immer erst einmal für Unsicherheit. Denn wir Menschen sind nicht unbedingt dafür bekannt, dass wir Veränderungen lieben. Vielmehr bewegen wir uns gerne in unserem eigenen Trott und wünschen uns, dass alles so bleibt, wie es ist. Wie schlimm muss es dann sein, wenn auf einmal eine besonders wichtige Säule im Leben weg bricht? Wenn der Partner auf einmal nicht mehr da ist, der Unterstützung, Sicherheit und Geborgenheit gegeben hat?

Für Erwachsene ist diese Umstellung schon recht schwer und oftmals wahrscheinlich auch gar nicht zu begreifen. Für Kinder, deren Vater auf einmal nicht mehr täglich zur Verfügung steht, ist dies noch viel schwerer. Ihnen diese neue Situation zu erklären, verlangt nach viel Feingefühl und Verständnis.

Schweigen bringt nichts

Kinder sind sehr feinfühlig und merken relativ schnell, wenn irgendetwas nicht stimmt. Daher bringt es auch nichts, ihnen die neue Situation lange zu verschweigen. Ein offenes und klärendes Wort gleich zu Beginn, ist meist die bessere Wahl, als lange zu warten und die Wartezeit mit Notlügen zu überbrücken. Da die Kinder meist eh mitbekommen haben, dass zwischen Mama und Papa nicht mehr alles so rund läuft, werden sie Notlügen wie "Der Papa ist verreist" oder ähnliches nicht lange glauben. Wer jedoch von vorne herein ehrlich ist und sagt, dass der Papa momentan nicht mehr zu Hause wohnt und das Kind nur noch hin und wieder besucht, der wird zwar auch ein trauriges, aber höchstwahrscheinlich verständnisvolles Kind haben.

Die Wahrheit kindsgerecht aufgearbeitet

Doch was sage ich dem Kind? Kann ich ihm die Wahrheit sagen?

Die Wahrheit kann mitunter recht schmerzhaft sein. Das kennen wir alle selbst mehr als genug. Doch sie ist das Einzige, was Kinder zu hören bekommen sollten. Kindsgerecht verpackt und so dargestellt, dass das Kind keinen Groll und keine Wut in der Mutter über diese Situation verspürt. Denn dies würde es nicht leichter machen.

Im besten Falle sucht man sich einen ruhigen Moment, in dem man mit dem Kind spricht. Vielleicht bei einem Spaziergang, bei einem Eis oder auf dem Spielplatz. Gut wäre es, wenn die Situation in einer kleinen Geschichte verpackt erzählt wird. Je nach Alter des Kindes und nach dessen Bezug zum Vater. War die Bindung sehr eng, muss vorsichtiger vorgegangen werden als bei einer weniger engen Bindung. Zudem gilt es, den Vater nicht schlecht zu machen. Auch wenn der Groll auf ihn mit Sicherheit sehr gross ist, darf dies nicht dem Kind gegenüber geäussert werden. Denn das wirkt sich immer negativ aus und würde in der Zukunft zu unnötigen Komplikationen führen.

Übrigens: Viele Kinder wissen bereits im Vorfeld, dass es um die Beziehung der Eltern nicht gut steht. Streitereien werden von ihnen meist registriert, so dass es mitunter sogar gut sein kann, wenn eine Trennung erfolgt. Der Streit lässt nach und das Kind hat im besten Falle die Möglichkeit, wieder beide Eltern - zwar getrennt - aber in einem friedlichen Umfeld zu erleben.

Bildquelle: Ben_Kerckx / pixabay.com

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