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Das Leben als Frau und Mutter

Wenn der Vater keinen Kontakt mehr wünscht

Familie ohne Vater

Eine Trennung der Eltern ist für Kinder eine sehr schlimme Situation. Denn in den meisten Fällen hängen sie an beiden Elternteilen gleichermassen und können diese Trennung mitunter nur schwer verarbeiten. Noch schlimmer wird die Situation jedoch, wenn der Vater nach der Trennung keinen Kontakt mehr zu den Kindern wünscht. Schnell kommen dann Schuldgefühle auf Seiten der Kinder auf, die Depressionen oder einem aggressiven Verhalten enden können. Was also tun, wenn der Vater seine eigenen Kindern nicht mehr sehen mag?

Reden, reden, reden

Zuerst einmal ist es immer wichtig, dass dem Kind oder den Kindern die Situation erklärt wird. Sie müssen verstehen, dass sie nicht der Auslöser für das Verhalten des Vaters sind und somit keine Schuld daran tragen. Oftmals kann man dies als Mutter gar nicht vermitteln, da die Kinder dies aus deren Mund nicht glauben und verstehen. Auch andere Familienangehörige können in solchen Fällen nur selten etwas ausrichten. Daher kann es ratsam sein, fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Ein Therapeut, der die Situation von Aussen betrachtet, hat mitunter einen besseren Zugang zu den Kindern und kann ihnen die Sachlage daher besser erläutern. Ausserdem hat er viel Erfahrung mit solchen Extremsituationen und kann den emotionalen Ablauf in den Kindern besser deuten und aufarbeiten.

Strukturen schaffen

Jedoch muss sich in einer solch schwierigen Situation in den heimischen vier Wänden einiges ändern. Wenn auf einmal eine erwachsene Bezugsperson wegfällt, dann ist es wichtig, dass deren Aufgaben in Bezug auf die Kinder schnell aufgefangen und anderweitig aufgeteilt werden. Kinder brauchen Richtlinien und das Vorleben von klaren Strukturen. Diese dürfen durch das Wegbrechen des Vaters nicht verloren gehen, sondern müssen auf andere Art und Weise aufrecht erhalten werden.

Eine andere Bezugsperson

Sehr schön wäre es auch, wenn sich nach der Aufarbeitung des Erlebten eine andere männliche Bezugsperson finden lässt. Dies muss nicht unbedingt ein neuer Mann im Leben der Mutter sein. Auch Freunde, Bekannte oder Verwandte können diese Aufgabe übernehmen. In vielen Fällen ist es der Opa, der immer erst einmal einspringt. Er kennt die Kinder und hat daher von vorne herein schon einen guten Kontakt zu ihnen.

Kinder benötigen nämlich nicht nur die Mutter als weibliche Bezugsperson, sondern auch eine männliche Bezugsperson, die mit den Kindern all jene Dinge macht und erlebt, die eben nur Männer machen können.

Den Vater nicht vergessen

Zudem gilt es, den Vater nicht komplett aus seiner Verantwortung zu entlassen. Auch wenn er sich dazu entschlossen hat, keinen Kontakt mehr zu den Kindern haben zu wollen, heisst dies noch lange nicht, dass er sich völlig aus dem Leben der Kinder herausnehmen kann. Zu einem Kontakt kann man ihn nicht zwingen. Auch wenn dies für die Kinder sicherlich keine optimale Situation darstellt. Finanziell jedoch kann man ihn immer zur Rechenschaft ziehen. Und dies sollte auch unbedingt getan werden. Denn es ist schon schwer genug, alleine die Kinder zu betreuen und zu erziehen. Diese Aufgabe sollte dann nicht noch durch finanzielle Ängste und Nöte zusätzlich erschwert werden.

Bildquelle: luctheo / freeimages.com

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