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Das Leben als Frau und Mutter

Wenn Papa gar keine Rolle mehr spiel

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Vater spielt keine Rolle

Als alleinerziehende Mutter musst Du dich jeden Tag mit einer unendlichen Zahl von Aufgaben herumschlagen. Deine Verantwortung ist so gross, dass es kaum Zeit für eigene Projekte gibt. Umso wichtiger ist es, dass Du den Papa deines Kindes hin und wieder die Verantwortung übergeben kannst. Nämlich dann, wenn dieser Zeit mit dem Kind verbringt. Doch was passiert, wenn der Papa überhaupt keine Rolle im Leben des Kindes spielt? Wenn er kein Interesse am Kind hat oder wenn das Kind kein Interesse an ihm hat?

Kinder brauchen auch männliche Bezugspersonen

Generell ist es so, dass jedes Kind auch mindestens eine männliche Bezugsperson benötigt. Auch wenn Du dir noch so viel Mühe gibst - den männlichen Part in der Familie wirst Du nie komplett ersetzen können. Steht der Papa - aus welchen Gründen auch immer - nicht zur Verfügung, musst Du schauen, wo Du einen anderen männlichen Ersatz her bekommst. Dabei geht es nicht primär darum, permanent einen männlichen Partner an der Seite zu haben. Es geht vielmehr darum, das dein Kind einen Ansprechpartner hat, an den es sich wenden kann. Und einen männlichen Ansprechpartner, der mit dem Kind all jene Dinge macht, die nur "Männer" machen. Also klettern, am Auto rumschrauben, vom Sprungturm springen, handwerkliche Arbeiten ausführen oder einfach auch nur mal über die unterschiedlichsten Dinge reden, über die man mit Mama vielleicht nicht immer ganz so gut reden kann.

Wenn DU so eine Person findest, dann ist es auch gar nicht mehr ganz so schlimm, wenn der Papa nicht zur Verfügung steht. Auch wenn dies eigentlich sehr traurig ist und wahrscheinlich im Laufe der Pubertät zu einigen Konflikten führen kann.

Wer sich besonders gut eignet

Als männliche Bezugsperson eignen sich all jene Männer, von denen das Kind häufig umgeben ist und zu denen es einen guten Bezug hat. Vielleicht kann der Opa einspringen. Vorausgesetzt natürlich, er ist noch fit genug dafür. Oder aber der Onkel oder ein guter Freund von dir, der einen guten Draht zu deinem Kind hat und es so akzeptiert, wie es ist.

Hast Du all diese Möglichkeiten nicht, dann kann die männliche Bezugsperson vielleicht auch ausserhalb der Familie oder des Freundeskreises gefunden werden. Besonders Jungs haben mitunter einen sehr guten Kontakt zu einem männlichen Lehrer, den sie als Vorbild ansehen und dem sie daher vertrauen. Unterbinde solche Kontakte nicht, sondern unterstütze dein Kind dabei. Vielleicht lässt sich die Männliche Bezugsperson aber auch im Sportverein oder in der Musikschule finden, die dein Kind regelmässig besucht. Es gibt viele Möglichkeiten, die man auf den ersten Blick vielleicht gar nicht erkennt.

Immer am Papa dran bleiben

Auch wenn es dem Vater deines Kindes vielleicht nicht gefällt, so versuche doch, stets an ihm dran zu bleiben. Erinnere ihn an seine Pflichten und das er dich nicht einfach mit der Verantwortung alleine lassen kann. Das schlechte Gewissen holt ihn dann vielleicht irgendwann ein und er besinnt sich auf sein Kind. Und vielleicht kann dann ja sogar ein Kontakt hergestellt werden. Auch wenn dieser vielleicht nur erst einmal sporadisch und per Telefon oder E-Mail stattfindet. Dies ist immer besser als überhaupt kein Kontakt.

Bildquelle: jenny2dance / pixabay.com

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