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Das Leben als Frau und Mutter

Wenn die Trennung schmerzt

Trennung Kind Schmerz

Die Trennung vom Kind ist nicht immer einfach. Weder für das Kind, noch für das Elternteil, welches von ihm getrennt lebt oder sich über einen bestimmten Zeitraum hinweg trennen muss. Damit diese Phase von allen Seiten gut überstanden und das Beste aus der Situation heraus geholt werden kann, ist es wichtig, dass vor allen Dingen die Erwachsenen sachlich und fair mit der Trennung umgehen. Wenigstens während der Zeit, in der sich das Kind in unmittelbarer Nähe aufhält.

Wenn der Papa auszieht

Die wahrscheinlich schlimmste Zeit ist immer dann, wenn der Papa seine Sachen packt und die Familie verlässt. Dies ist für alle drei Seiten - das Kind, der Papa und die Mama - ein absolut emotionaler Ausnahmezustand. Denn die Wege trennen sich ja nicht ohne Grund. Hinzu kommt, das ab diesem Zeitpunkt das Kind nur noch zu festen Zeiten den Papa sehen kann. Er sitzt auf einmal nicht mehr mit am Abendbrot Tisch, liegt früh im Bett oder spielt im Garten. Ein solcher Verlust und Einschnitt ist für viele Kinder im ersten Moment unerträglich. Besonders kleine Kinder können unter einer solchen Trennung massiv leiden.

In solch einem Fall sollte daher sehr viel Rücksicht auf das Kind genommen werden. Möglichst sollte nicht vor dem Kind gestritten werden. Zudem sollte ihm erklärt werden, warum diese Situation eingetreten ist, dass es nicht am Kind liegt und das Mama und Papa gemeinsam eine Lösung für den Umgang finden werden. Im besten Falle wird das Kind gefragt, welche Vorschläge es diesbezüglich hat. So fühlt es sich nicht übergangen und ausgegrenzt. An die getroffenen Vereinbarungen muss sich dann auf jeden Fall gehalten werden. Würde dies nicht geschehen, fühlt sich das Kind nicht mehr geliebt und es kann zu schweren psychischen Störungen kommen, die das ganze weitere Leben beeinflussen können. Und dies wünscht sich mit Sicherheit niemand.

Wenn die Eltern unter der Trennung leiden

Natürlich gibt es auch die Variante, dass die Eltern unter der Trennung leiden. Wer lange mit einem Partner zusammen war, der vermisst ihn. Egal welcher Grund zur Trennung geführt hat. Sicherlich schwingt im ersten Moment auch erst einmal ein wenig Hass und Abneigung mit. Doch die Trauer über den Verlust kann trotz alledem deutlich stärker sein.

Auch hier gilt immer die Regel, das das Kind möglichst wenig davon mitbekommen sollte. Auch wenn dies schwer ist. Die Zeit der "Trauer" und der "Schmerzen" sollte so gelegt werden, das das Kind nicht dabei ist. Vor dem Kind sollte man sich hingegen stets stark und zuversichtlich zeigen. Kinder brauchen eine starke Bezugsperson, die ihnen zeigt, dass auch ungünstige Situationen kein Grund sind, sich selbst und das Leben aufzugeben. Denn dies geht immer weiter - egal wie. Und niemand ausserhalb der Familie nimmt auf persönliche Schicksalsschläge Rücksicht. Darum: Schmerz runter schlucken, Brust raus, Bauch rein und mit erhabenem Kopf die neue Situation annehmen.

Übrigens: Leidet das Kind stark unter der Trennung, sollte so früh wie nur möglich Hilfe in Anspruch genommen werden. Ein Kinderpsychologie kann in Gesprächen mit dem Kind den Sachverhalt klären und ihm die Angst und die Sorgen bezüglich der Trennung nehmen.

Bildquelle: Verena Berk / pixelio.de

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